Einsätze werden mit Chips auf die Felder getätigt, die den Zahlen, Zahlengruppen oder Farben der Roulettescheibe entsprechen. Allerdings werden nicht die normalen Kasinochips verwen¬det. Stattdessen nutzt man dort farbige Chips, die nur an dem betreffenden Tisch gültig sind. Jeder Spieler bekommt seine eigene Farbe. Die Chips haben keine Wertmarkierung, deswegen kann man sie nicht an einem anderen Roulettetisch einsetzen.
Verwirrt? Sie werden sehen, dahinter steckt gute Organisation. Jeder Spieler bekommt eine eigene Farbe, dadurch kann der Croupier die individuellen Einsätze gut auseinanderhalten. Zum Beispiel könnten die blauen Chips eines Spielers 5 $ wert sein (weil er es so erklärt hat und weil er entsprechend dafür gezahlt hat), die gelben Chips eines anderen aber nur 1 $. Der eine Spieler hätte für 20 blaue Chips 100 $ zahlen müssen, während der andere Spieler für die gleiche Menge gelbe nur 20 $ gezahlt hätte. Die unterschiedlichen Farben verhindert, dass es zu Missverständnissen kommt, und jeder Chip kann wegen seiner Farbe genau einem Spieler zugeordnet werden. Mit anderen Worten: Wenn der Spieler links von Ihnen einen Stapel sei¬ner blauen Chips auf Ihre Glückszahl setzt, dann packen Sie einfach einen Stapel Ihrer roten obendrauf. Wenn die Zahl gewinnt, ist ganz klar, wem welche Menge an Chips gehört.
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Die Wurzeln des Roulette: Philosophie und Mathematik
Viele haben vermutlich schon einmal als Kinder – vielleicht sogar als Erwachsene (nicht leugnen!) Flaschendrehen gespielt. Die Idee eines Glückspiels mithilfe eines drehenden Objekts ist also nicht ganz fremd. Und wenn Flaschendrehen kein Glücksspiel ist, dann weiß ich es nicht – besonders wenn Sie zu den unglücklichen Mädchen meiner Clique gehörten.
Die genauen Ursprünge des Roulettespiels sind nicht bekannt, aber man kann die moder¬nen Komponenten des Spiels (frei drehende Scheibe und die Rot-Schwarz-Färbung) auf den berühmten französischen Mathematiker des 17. Jahrhunderts Blaise Pascal zurückfüh¬ren. Er hatte verschiedenste Versuche zur Konstruktion eines Perpetuum Mobile angestellt und gab einer sc nei kreisenden Maschinen den Namen Roulette.
1842 erfanden die Gebrüder Francois und Louis Blanc das Roulette mit einer einzelnen Zero (vorher gab es auch in Europa noch zusätzlich die Doppelnull), um mehr Spieler anzuziehen. Die Idee wurde ein großer Erfolg und Charles III, der Prinz von Monaco, lud Francois ein. in Münk- Carlo ein Kasino zu eröffnen. Die Legende besagt, Francois habe dem Teufel seine Seele versprochen für das Geheimnis des Roulettes. Und wenn Sie ein Mystiker sind, addieren Sie doch einmal die Zahlen von 1 bis 36. Das Ergebnis ist 666.
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